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Das Geheimnis des Runden Turmes

Als die Andernacher Baumeister im Spätmittelalter den Runden Turm errichteten, schufen sie nicht nur das mächtigste Bauwerk der Stadtbefestigung, sondern auch einen Turm, der ein Geheimnis innerhalb seiner gewaltigen Mauern verbarg. Um ein Geheimnis, das für die Stadt und ihre Bewohner noch einmal von Nutzen sein könnte, wie der alte

Karl Simrock – Die Andernacher Bäckersjungen

Die Andernacher schlafen lange : Im Schlafe schlägt man Keinen todt; Doch vor den Linzern weicht ihr bange Zur Seite, weil euch Todtschlag droht. Einst hatte zwischen Andernachern Und den Linzern lange Krieg getobt : Ihr wisst, daß mit den Widersachern Noch heut kein Mädchen sich verlobt. „Gesegnen wirs den

Das Andernacher Christusbild

Vor vielen Jahrzehnten wohnte im Andernacher Kirchgässchen eine arme, alte Witwe mit Namen Marthe. An ihrem Haus hatte der Zahn der Zeit schon heftig genagt und das Dach war so schadhaft, dass bei jedem Regenschauer, der über der Stadt niederging, die Behausung unter Wasser stand. Jetzt, da der Herbst dunkle

Die Goldkiste neben St. Thomas

Die St. Thomaser Nonnen waren sehr reich. Als die Franzosen nach hier kamen, verpackten sie ihre Gold- und Wertsachen in eine eiserne Kiste und vergruben sie in dem Garten. Da die Franzosen lange hier blieben, so starben während dieser Zeit die Nonnen. Die Kiste konnte nicht gehoben werden und später

Der feurige Wagen

In den letzten Jahren ist der Wald im Howentale (Hohental) durch Rodung fast gänzlich verschwunden. Dass die früheren Hecken aber nicht immer da waren, bezeugen u.a. die Raine, „Räche“ genannt, die man in den Hecken gar wohl feststellen konnte. Erst durch den 30jährigen Krieg – nach anderen: in Folge der

Stephan Weidenbach – Der Graf von Hartental

In dem Flurbezirke Hartental wurden vor etlichen Jahren in der Erde Mauern aufgedeckt, die auf eine ausgedehnte Hausanlage schließen ließen. Ebenso sind Gräberfunde in der Nähe keine Seltenheit. Die Mauern sollen die letzten Reste eines Schlosses sein, das dem Grafen von Hartal zugehörte. Viel Leid hatte der Graf erfahren, weshalb

Schweigen ist Gold

Einer anderen Sage nach, sollen sich die Steine, die man in der Neujahrsnacht um Mitternacht auf dem Felsen bei der Burg Wernerseck aufsammelt und anschließend unverzüglich, ohne eine Pause einzulegen sowie ohne ein Wort zu sprechen bis zur Plaidter Pütz bringt, in pures Gold verwandeln. Die Aussicht auf diese Weise

Schatzsuche auf Burg Wernerseck

Obwohl die Burg Wernerseck, hoch auf einem Schieferfelsen über dem Nettetal erbaut, nicht auf Plaidter, sondern Ochtendunger Gemarkung liegt, so gab es doch schon immer eine ganz besondere Beziehung zwischen den Bewohnern des Pellenz -Dorfes Plaidt und ihrer, heute zu einer Ruine verfallenen, Burg. So manche Geschichte wurde von den

Der kleine Kostgänger

Es war ein gar strenger Winter, der die Pellenz seit den ersten Adventstagen im Griff hatte. Die Straßen und Fußpfade waren der Schneemassen wegen kaum passierbar und der bittere Frost hatte alles Leben in der Natur erstarren lassen. Sogar der Laacher See war in den ersten Tagen des neuen Jahres

Von der Dreitonnenkuppe bei Lonnig

Im Mittelalter schickten viele adlige Familien aus der ganzen Umgebung ihre Töchter in das Augustinerinnenkloster bei Lonnig. Durch zahlreiche Stiftungen hatte dieses Kloster einen beträchtlichen Landbesitz erworben, so dass es als eines der wohlhabendsten im Land galt und die dort lebenden Schwestern niemals Not leiden mussten, sondern vielmehr ein sorgenfreies

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